Transformative Gestalttherapie Die Ausbildung
Ein Weg zu Präsenz, innerer Entwicklung und therapeutischer Kompetenz
Gestalt ist keine Technik, kein therapeutisches Schnellverfahren, sondern ein ernsthafter Weg, sich selbst zu finden und zu wachsen. Wachstum ist aber ein Prozess, der Zeit braucht. Gestalttherapie erfordert eine Haltung, die nicht in zwei Monaten erworben wird, sondern ein langes ernstes Training, in dessen die Entwicklung der Persönlichkeit steht.
Fritz Perls
Was diese Ausbildung besonders macht
Gestalt ist kein Werkzeugkasten.
Sie ist ein Weg.
Eine Haltung, die im Kontakt wächst – von innen nach außen.
Diese Ausbildung vermittelt nicht Techniken, sondern ein Verständnis von Menschsein.
In dieser Ausbildung geht es nicht darum, Methoden oder Theorien zu sammeln.
Du lernst dich kennen, begegnest deinen erlernten Verhaltensweisen und den unbewussten Rollen, die du spielst – und wächst darüber hinaus.
Du entwickelst eine innere Ausrichtung, die dich trägt: im Leben und in der professionellen Begleitung.
Gestaltarbeit entsteht aus Präsenz, aus Beziehung und aus der Fähigkeit, wach zu bleiben für das, was im Moment geschieht – ohne Ausweichbewegung.
Über drei Jahre entsteht eine Haltung, die Mut, Mitgefühl und Wahrhaftigkeit fördert.
Du lernst, Menschen zu begleiten – getragen vom Vertrauen in die Selbstheilungskraft des Lebens. Und du erfährst, dass Heilung und Wachstum Ausdruck des Lebendigen sind – in dir wie in anderen.
Ziele & Inhalte der Ausbildung
Diese Ausbildung ist ein mehrjähriger Forschungsweg – nach innen und in den Beziehungen.
Sie verbindet Selbsterfahrung, fachliche Kompetenz und die Entwicklung einer Haltung, die trägt.
Die Ausbildung führt dich in einen intensiven Prozess persönlicher und professioneller Entwicklung. Du erforschst, wie du fühlst, denkst und handelst — und wie diese Muster deine Beziehungen prägen. Durch kontinuierliche Selbsterfahrung entsteht ein Verständnis von Kontakt, Verantwortung und Grenzen, das nicht theoretisch bleibt, sondern gelebte Realität wird.
Du lernst, Prozesse klar, achtsam und authentisch im Sinne des gestalttherapeutischen Ansatzes zu begleiten . Mit der Zeit wächst eine Haltung, die es ermöglicht, Menschen in schwierigen Phasen zu unterstützen: präsent, bodenständig und mit einem tiefen Respekt für die eigene Wahrheit des Gegenübers.
Über drei Jahre entsteht so eine Grundlage, die sowohl berufliche Kompetenz stärkt als auch persönliche Reife fördert.
Von der Psychotherapie erwartet man, dass sie Menschen anpasst und sie wieder in das gesellschaftliche Joch einspannt. Gestalt versucht angepasste Menschen, die in ihrem Joch nicht zufrieden sind, wieder auf eigene freie Füße zu stellen.
(Bruno-Paul de Roeck)
Gestalt als psychotherapeutisches Verfahren
Heilung beginnt dort, wo wir uns selbst erkennen – jenseits von Konzepten, Rollen und alten Geschichten.
Psychotherapie unterstützt Menschen darin, sich selbst zu erkennen. Zu verstehen, wer wir sind, was uns prägt, was uns trägt und wie wir unser Potenzial im Leben ausdrücken können, ist die Grundlage von innerer Freiheit. Alltagssorgen, Beziehungskonflikte, emotionale Krisen oder psychosomatische Symptome können sich dann lösen, wenn wir wieder in Kontakt kommen mit unserem ursprünglichen Wesen und der Quelle unserer Lebenskraft. Das ist Gesundheit im tiefsten Sinn.
Der Weg dorthin ist so individuell wie der Lebensweg jedes Menschen. Jeder von uns hat sich auf seine Weise von dieser inneren Quelle entfernt. Die Art, wie wir geboren wurden, in welcher Familie und Kultur wir aufwuchsen und welche Erfahrungen unser Leben geprägt haben, formt die Brille, durch die wir die Welt sehen und für uns deuten.
Als Kinder sind wir unmittelbar lebendig und verbunden mit unserer natürlichen Kraft. Doch schon früh beginnt ein Anpassungsprozess: Wir lernen, wie man in dieser Welt zu funktionieren hat. Die Erfahrungen mit den Menschen, die uns am nächsten sind – Eltern, Familie, Umgebung – hinterlassen Prägungen, Vorstellungen und Muster. Nach und nach legen sich Schichten von Erwartung, Erziehung und kultureller Norm über unsere ursprüngliche Klarheit. Und wir verlieren den Kontakt zu dem, was wir im Grunde sind.
Auch schmerzhafte Erlebnisse – Gewalt, Verlust, Ablehnung, Missbrauch, Bedrohung – prägen nachhaltig, wie wir die Welt wahrnehmen und welche Strategien wir entwickeln, um uns zu schützen. So entsteht unser „Lebensdrehbuch“: Die Überzeugung, dass die Zukunft dem Muster der Vergangenheit folgen müsse. Aus dieser Annahme erwachsen Verhaltensweisen, die Sicherheit versprechen, uns aber oft einengen. Angst, Wut, Trauer, psychosomatische Beschwerden oder zerstörerische Lebensentscheidungen sind meist Ausdruck dieser Strategien.
Um uns wieder mit unserer ursprünglichen Lebenskraft zu verbinden, müssen wir durch die Schichten unseres Lebenskonzepts hindurch an den inneren Ort zurückkehren, an dem wir ganz sind. Dort finden wir das wieder, was wir immer waren – klar, lebendig und unmittelbar verbunden. Diese Erfahrung ist Heilung: die Rückkehr zu einem Leben, das aus der eigenen Mitte entsteht und in dem Spontaneität, Freude und innere Freiheit wieder möglich sind.
Don’t push the river. It flows by itself.
Barry Stevens
Gestalt als Weg – Transformation & Neugeburt
Gestaltarbeit führt in einen Prozess, der Veränderung nicht erzwingt, sondern ermöglicht – indem das Lebendige wieder frei wird.
Gestalttherapie ist ein wirkungsvoller Weg, durch die Schichten unserer Konditionierung hindurch zu dem vorzudringen, was wir im Kern sind. Der Fokus liegt auf dem gegenwärtigen Moment. Vergangene Erlebnisse werden nicht als Geschichte behandelt, sondern daraufhin befragt, ob sie eine Bedeutung für das Erleben im Hier und Jetzt haben. Durch klare Formen der Kommunikation und Vergegenwärtigung wird das lebendige Potenzial vergangener Erfahrungen sichtbar und kann in die aktuelle Lebenssituation integriert werden.
In diesem Integrationsprozess findet eine tiefgehende Transformation statt. Energie, die über Jahre zurückgehalten oder verzerrt gelebt wurde, wird wieder frei und steht nun für die Gestaltung eines neuen Lebens zur Verfügung. Dieses Geschehen ähnelt oft einem Geburtsprozess oder einem künstlerischen Schaffen: Das, was schließlich sichtbar wird, ist neu. Es war nicht planbar, nicht vorhersehbar und nicht durch mentale Anstrengung herzustellen. Das Neue entsteht aus sich selbst heraus – und ist häufig stimmiger und vollständiger als alles, was wir zuvor konstruieren konnten.
Die Gestalttherapie-Ausbildung ist deshalb nicht nur der Aufbau fachlicher Kompetenz, sondern eine Schulung des Lebens auf dem Gestalt-Weg. Die innere Haltung von Gestalt verändert die eigene Ausrichtung und prägt den Alltag auf eine Weise, die weit über die Arbeit mit Menschen hinausgeht.
Eine ehemalige Teilnehmerin formulierte das so:
„Die drei Jahre in der Gruppe waren für mich nicht nur eine therapeutische Ausbildung, sondern vor allem eine Lebensschule.“
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
Gautama Siddharta Buddha
Präsenz heilt
Präsenz ist das Fundament der Gestaltarbeit – der Ort, an dem Heilung, Klarheit und innere Wandlung beginnen.
Das primäre Heilungsprinzip ist Präsenz. Präsent zu sein bedeutet, die konkrete Erfahrung des Lebens zu vergegenwärtigen – genau so mit dem Leben zu sein, wie es sich im Hier und Jetzt zeigt, ohne zu hadern und ohne es verändern zu wollen. Gestalt ist ein Schulungsweg der Achtsamkeit. Der Weg der Achtsamkeit transzendiert den kontrollierenden Verstand und führt in das direkte Erleben, in die unmittelbare Wahrnehmung der Innen- und Außenwelt.
Dadurch entsteht ein Raum, in dem alles in den Vordergrund treten kann, was gesehen, gefühlt und vollendet werden möchte. Bewusstheit für das gegenwärtige Geschehen öffnet dem qualitativ Neuen die Tür. Das nennen wir Evolution oder Transformation. Das ist Neugeburt.
In diesem Zustand bestimmen nicht mehr überholte Konzepte, schmerzhafte Erinnerungen oder die Ängste vergangener Erfahrungen den Ausdruck des Lebens, sondern die immer neue Frische des gegenwärtigen Impulses.
Gestalttherapie bietet einen reichen Fundus an Möglichkeiten, diese Frische im eigenen Leben konkret werden zu lassen.
Stimmen aus der Ausbildung
Einige Eindrücke von Menschen, die diesen Weg gegangen sind.
Die Begegnung mit Damiano hat sich für mich zu einer tiefen spirituellen Reise entwickelt. Seine Authentizität und seine Art, mit dem Leben zu tanzen und uns in ein tiefes Vertrauen zu führen, haben mich nachhaltig inspiriert und verändert.
Sebastian Nitzschke
Die Arbeit mit Damiano ist für mich immer etwas Besonderes. Er führt die Gruppe mit Ruhe und Transparenz, ohne je zu wanken. Seine Lebenserfahrung fließt in seine Arbeit ein, ohne dass er den Moment oder die Menschen aus dem Blick verliert.
Ella Brillo
Nach drei Jahren Ausbildung habe ich nicht nur ein tiefes, verkörpertes Verständnis dafür gewonnen, was es bedeutet, andere auf transformierende Weise zu begleiten, sondern auch inneren Frieden, wahre Liebe und echte Zuneigung in meinem Alltag gefunden.
Daria Zeh
